Advance feiert Erfolge im DHV-XC

Die Ergebnisse des DHV-XC 2016 stehen fest. Mit Simon Wamser, Sebastian Huber und Samuel Blocher schafften es dieses Jahr gleich drei ADVANCE-Teampiloten ganz nach oben. Simon Wamser ist mit seinem SIGMA 9 Deutscher Streckenflugmeister in der Sportklasse (EN/LTF C Gleitschirme) und Sebastian Huber mit einem BIBETA Deutscher Streckenflugmeister in der Tandemwertung. Samuel Blocher wird Deutscher Flachland Streckenflugmeister und erreicht mit seinem IOTA ausserdem bei der Deutschen Streckenflugmeisterschaft in der Standardklasse (EN/LTF B Gleitschirme) einen sehr guten vierten Platz.

Simon Wamser ist Deutscher Streckenflugmeister der Sportklasse

Über viele Jahre schon zeigt Simon Wamser eine beeindruckende Leistung, die er konstant immer weiter steigern konnte: Nach einem dritten Platz bei der Deutschen Streckenflugmeisterschaft 2014 und einem zweiten 2015 – jeweils in der Sportklasse – hatte sich der Student auch für 2016 vorgenommen, am Ende der Saison wieder auf dem Podium zu stehen. Und es geschafft. Dank seines herausragenden
277 Kilometer FAI-Dreiecks an der Grente in Südtirol mit seinem SIGMA 9 – übrigens der längste FAI-Dreiecksflug, der bisher mit einem EN/LTF-C Schirm geflogen wurde – ist er dieses Jahr Deutscher Streckenflugmeister in der Sportklasse geworden.

Nach drei intensiven XC-Jahren in Folge bei den Deutschen Streckenflugmeisterschaften würde ich nächstes Jahr gern mal ein paar Biwakflüge ausprobieren.

Simon Wamser

Wie viel Flexibilität, Zeit, Aufwand und Ausdauer für eine solches Ergebnis, mal ganz abgesehen vom fliegerischen Können, investiert werden muss, wird durch die Vorgeschichte zu Simons legendärem
277 Kilometer-Flug an diesem 21. Mai 2016 deutlich. „Mit meiner Freundin Steffi war ich gerade im Urlaub am Gardasee, um mit einem ALPHA 6 ein bisschen Freestyle zu fliegen. Am Mittwoch kristallisierte sich dann heraus, dass der Samstag ein guter Grente-Tag werden könnte. Wir sind am Donnerstag heim nach Bayern gefahren, um meine andere Ausrüstung zu holen und anschliessend wieder zurück über den Brenner nach Italien. Der Freitag war noch zu windig zum Fliegen, aber der Samstag war dann der Tag. Stellenweise waren die Bedingungen anspruchsvoll, aber unter dem SIGMA 9 habe ich mich immer supersafe gefühlt. Anders hätte ich gar nicht so weit und lange fliegen können.“

  • Picture: Simon Wamser
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  • Picture: Simon Wamser
  • Picture: Simon Wamser

Podest-Plätze sind eine tolle Sache, denn sie sind, wie bei Simon Wamser beschrieben, das Ergebnis und der Lohn für höchstes fliegerisches Können, Flexibilität, Zeit, Ausdauer und Aufwand. Im Umkehrschluss heisst das aber nicht, dass ein Nicht-Podestplatz zwingend eine weniger herausragende Leistung ist. Bei der Deutschen Streckenflugmeisterschaft muss einer von drei Flügen, die in die Wertung einbezogen werden, zwingend in Deutschland gestartet worden sein. In den vergangenen Jahren haben sich dafür Hochfelln und Osterfelder als am besten für weite FAI-Dreiecke geeignet erwiesen. Deshalb haben alle Piloten, die 2016 auf dem Treppchen stehen, aber auch viele nachfolgende noch, ihre guten Platzierungen mit einen Flug von einem dieser beiden deutschen Startberge und zwei weiteren in Südtirol (Grente oder Speiboden) gemacht.

Samuel Blocher ist Vierter in der Standardwertung der Deutschen Streckenflugmeisterschaft

Samuel Blocher ist mit seinem IOTA andere Wege geflogen. Zuerst stellte er mit einem 270er FAI Dreieck von der Grente sein hohes Pilotenkönnen unter Beweis. Dann verliess er den Pfad des Mainstream und holte sich mit zwei deutschen Schwarzwaldflügen (179 km flaches Dreieck und 203 km One-Way, beide von Oppenau) noch den vierten Platz in der Deutschen Streckenflugmeisterschaft Standardwertung (EN/LTF B Gleitschirme)! Alle drei Piloten vor und hinter ihm in dieser Wertung haben mit den hier üblichen Standard-Dreiecken gepunktet. Mit seinen drei weitesten Flügen innerhalb Deutschlands ohne Alpen wurde Samuel verdient Deutscher Flachland Streckenflugmeister und ausserdem Zweiter beim Deutschlandpokal. Hier werden die sechs weitesten Flüge innerhalb Deutschlands inklusive Alpen gezählt.

Der Schwarzwald ist so interessant, weil er noch nicht so erflogen ist wie die Alpen. Hier kann man noch sehr kreativ sein für weite Dreiecke.

Samuel Blocher

  • Picture: Samuel Blocher
  • Picture: Samuel Blocher
  • Picture: Samuel Blocher
  • Picture: Samuel Blocher

Sebastian Huber ist Deutscher Streckenflugmeister in der Tandemwertung

Spätestens seit seinem zweiten Platz hinter Chrigel Maurer bei den X-Alps 2015 ist Sebastian Huber in der Gleitschirmszene ein Begriff. Neben seinen Erfolgen bei Hike und Fly-Wettkämpfen, wie dem diesjährigen ersten Platz beim Bordairline in Altaussee, fällt der 30-Jährige immer wieder auch durch seine fliegerische Vielseitigkeit auf hohem Niveau und interessante neue Strecken sowohl an Hammer- als auch an Nicht-Hammertagen auf.

Mein Ziel für 2017 neben den X-Alps? Den Spass am Fliegen nicht zu verlieren! Dann kommt der Rest von selbst …

Sebastian Huber

Auf einen ersten Platz bei der diesjährigen Deutschen Streckenflugmeisterschaft in der Tandemwertung hatte es Basti gar nicht direkt angelegt und verdankt die Platzierung auch mit seinem X-Alps Supporter Martin Walleitner. Der hatte ihn nämlich im August überredet, an der Grente zum Fliegen zu gehen, weil er, Martin, noch nie von dort gestartet sei! Von selbst wäre Sebastian gar nicht hingefahren, einfach weil ihm einsamere Fluggebiete mehr liegen. Auf ihrem über fünfstündigen und 121 Kilometer langen Tandemflug hat das X-Alps Team dann die Riesenfernergruppe, das Deferregen- und Pustertal bei einem flachen Dreieck ausgiebig genossen. „Eigentlich wäre unsere Route noch weiter gegangen, aber der Tag hat nicht mehr so viel hergegeben“, sagt Sebastian.

  • Picture: Sebastian Huber
  • Picture: Sebastian Huber
  • Picture: Sebastian Huber
  • Picture: Sebastian Huber

In der Gleitschirm-Gesamtwertung (alle Schirmklassen) des DHV-XC wurde Simon Wamser Dritter.
Samuel Blocher belegt den neunten Platz.

Wir gratulieren allen drei Piloten herzlich zu diesen grossartigen Erfolgen und persönlichen Bestleistungen. Für die kommende Saison wünschen wir euch wieder viele interessante Streckenflüge, schöne Hike & Fly-Erlebnisse und Biwakabenteuer, aber ganz besonders immer eines: viel Spass in der Luft und happy landings!

Mehr Informationen über die Teampiloten

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Quelle: Advance