AirDesign Rise 3 Test (DotU-Testreihe)

AirDesign Rise 1 und Rise 2 bin ich bereits geflogen. Hier kommt nun der AirDesign Rise 3 für euch. Ein High-End B mit 5,95er Streckung und Design Technologien wie Leichtbauweise, Stabilo Winglets, die eine interessante lustig aussehende neue Funktion darstellen, eine Sharknose, sowie Vortex Löcher an den Enden, Mini-Ribs, unummantelte Wettkampf-Leinen, aber aber stark und nicht so dünn aussehen, außerdem dünne Performance Risers mit einem C-Control System!

Es ist alles da, um zu zeigen, dass AD zuerst auf Leistung geht … schauen wir uns das mal näher an…

Das Starten des AirDesign Rise 3 ist sehr einfach, ohne irgendwelche Hänger oder Vorschießen. Das leichte Material hat eben auch seine Vorteile beim Starten.

Ich flog den Flügel von 85 auf 92 Gesamtgewicht, und merkte dass das Fliegen in der Nähe im oberen Drittel mit der S-Größe wirklich effizient ist (90-92)

Beim 90er Gesamtgewichthat hat der AirDesign Rise 3 S einen kurzen, präzisen Bremsweg und könnte als ziemlich agil beschrieben werden.

Der Druck auf die Bremsen ist moderat für die 10-15 cm Bremsweg, die tatsächlich benötigt werden, um den Flügel in allen Thermiken zu steuern. Nach 15 cm wird der Bremsdruck etwas stärker.

Das Fliegen durch mäßige Luftmassen führte zu einigen Flügel-Wacklern und kleinen Gierbewegungen. In gleicher Luftmasse bin ich auch den Chili 4 XS bei 94er Gewicht geflogen. Beide Flügel sowohl Chili 4 XS wie auch AirDesign Rise 3 bewegen sich wie eine Einheitum. Nach einigen Flugstunden im Wechsel der beiden Flügel, komme ich in Bezug auf Komfort zu einem ähnlichen Ergebnis mit einem leichten „dämpfenden“ Eigenschaft für den Airdesign Rise 3 S, für das Air Design so berühmt ist. Der Chilli 4 XS hat eine etwas schärfere Reaktion auf starke thermische Bewegungen.

Nach einigen Stunden habe ich mich an diese minimalen Wackler gewöhnt, die auch nicht zunahmen wenn die Bedingungen stärker wurden. Sie sind halt einfach da.

Das gesamte Pilotniveau liegt über dem Airdesign Rise 2 und ähnelt dem Chili 4 XS oder dem Mentor 5 XS.

Fliegen neben meinem Referenz-B-Flügel, dem Chili 4 XS, bescheinigt dem Airdesign Rise 3 eine beeindruckende Steigrate! Nach diversen Manövern mit dem Rise 3 S (72-92) @ 90 sowie dem Chili 4 XS (75-95) @ 93 war ich überzeugt, dass der Rise S im Steigen etwas mehr Vorsprung hat! Ich war wirklich überrascht darüber, da der Chili 4 XS einer der effizientesten Kletterer der B-Kategorie ist.

Bei 90er Gesamtgeicht, zeigt der AirDesign Rise 3 S nicht eine lästige Pitch-Verhaltensweise, sondern vielmehr eine effiziente Nase, um diese Thermik zu suchen und zu Steigen, wie eben ein guter High-B-Flügel.

Mir fiel auf, dass jede Thermik schnell und sehr effizient in Steigen umgewandelt wird. Durch den Steuerdruck läßt sich der Rise 3 S auch gut in schmale Kerne ziehen, ohne dass sich die Vorderkante zu sehr eingräbt. Manchmal muss ich jedoch etwas nachziehen um in die Thermik zu drehen, da er sich manchmal abhebt. Es zeigt auch die Fähigkeit für ein flaches effizientes Drehverhalten.

Ich muss sagen, dass der Rise 3 S ein schöner Gleiter in der High B Kategorie ist! Rennen gegen die Talbrise ist so effizient wie auf dem Chili 4 XS!

Bei den oben angegebenen Gewichtsbelastungen machten mein Freund und ich ein paar Gleitvergleiche an einem außergewöhnlichen Augusttag mit hohen Wolkenbasen!

Trimmgeschwindigkeit ist ähnlich und das Gleiten in Trimm scheint auch identisch zu sein!

Bei 5 km / h über Trimm liegen beide Flügel im Gleiten gleich!

Tritt man mit dem AirDesign Rise 3 S bei 90kg voll ins Gas, steigt die Geschwindigkeit um +14 km / h bei 1300 ASL! Das ist ca. 2-3 km / h über dem Chili 4 XS.

Große Ohren sind ohne Beschleuniger stabil, mit Beschleuniger flattern sie etwas.

Fazit:

Das gesamte Pilotenniveau des AirDesign Rise 3 liegt nicht weit vom Segment der B-Flügel mit mittlerer Streckung, trotz seiner 5,95er Streckung und ich würde sagen, er ist ein zugänglicher High-End-B-Flügel mit einer ziemlich guten Handhabung.

Ich denke, die Leinen, die auf dem Rise 3 S verwendet werden, werden sich nicht so leicht bewegen … Sie sind alle unummantelt und etwas dicker als bei Mitbewerbern.

Der AirDesign Rise 3 in der Größe S hat diese kleinen unruhigen Bewegungen, aber man gewöhnt sich daran leicht, und das könnte auch ein Vorteil für die Piloten sein, die das kompakte Gefühl nicht über ihren Köpfen mögen.

Letzendlich kann ich sagen, dass der AirDesign Rise 3 durch die Gesamteffizienz im Aufstieg und Gleiten dem Kreis der Top-Anwärter in der High-B-Kategorie beigetreten ist, außerdem ist es sicher, dass jeder Pilot, der den Rise 3 fliegt, keine Nachteile in Sachen Leistung gegenüber den 2017er Mentoren und Chili’s hat!

Es scheint, dass Air Design sehr fleißig an dem Rise 3 gearbeitet hat! Und es hat sich gelohnt!

Grüße,

Ziad

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Schirmtest und Freigabe durch Ziad Bassil (www.DustoftheUniverse.com)

Vielen Dank Ziad für deine Unterstützung!!!

Quelle der Galeriebilder: www.ad-gliders.com07

Danke Ziad & AirDesign fürs Ausleihen!!!