Bruce Goldsmith Design Lynx Test (DotU-Testreihe)

bereits vor 2 Jahren hatte ich den Cure von BGD getestet, und soweit ich mich erinnere, gab er mir ein sehr gutes GefĂŒhl im Handling und in der Leistung. Er war einer der besten C-Gleiter zu dieser Zeit. Vielleicht war die Trimm- und die Höchstgeschwindigkeit noch etwas zu niedrig.

Ich wurde per Email mehrfach gefragt auch die Light-Version des Cure zu testen! Aber leider konnte ich den Lynx nicht kaufen … mal wieder nix fĂŒr mich 😉 https://www.youtube.com/watch?v=svSGKJFSl-8

Mir wurde der Bruce Goldsmith Design Lynx in GrĂ¶ĂŸe M dann jedoch von einem guten Freund geschickt, der ihn 3 Wochen vorher gekauft hat! Er war so nett, mir den Schirm fĂŒr einen Test vorbei zu bringen!

Also ist er hier nun, der Test der Light-Version des Cure namens “Lynx”. TatsĂ€chlich erscheint es so, als dass BGD beim Lynx ein wenig anders gearbeitet hat, denn sie haben die Leinen mit dĂŒnneren Wettkampfleinen getauscht sowie möglicherweise eine Feinabstimmung vorgenommen.

Den Bruce Goldsmith Design Lynx zu starten ist total einfach! Ich denke, kein anderer Schirm mit 6.7-er SeitenverhÀltnis startet so einfach! Bei wenig Wind oder moderaten WindverhÀltnissen braucht der Lynx keine besondere Starttechnik.

Ich bin den Bruce Goldsmith Design Lynx M (75-95) im Gewichtsbereich von 90 auf 94 geflogen.

Schon nach dem ersten Mal Eindrehen in der Luft und mich hat das Wendeverhalten bereits verzaubert! Der Bruce Goldsmith Design Lynx hat eine mĂ€ĂŸige bis kurze Reaktion auf den Bremsen, mit sehr weichem Druck und linearer Reaktion! Die Steuerung ĂŒber die Bremsen geht perfekt auf diesem FlĂŒgel! Es gibt keinen harten Punkt im Bremsweg und im Feedback! Vor dem zweiten Flug habe ich die Bremsen mit weniger als 2 cm nachjustiert, wobei ein Abstand von 10 cm zwischen den Rollen und den Bremsgriffen bei Trimmgeschwindigkeit eingehalten wurde. Jetzt ist es mehr als perfekt mit meinem X-Rated 6.

Verglichen mit dem Cure fĂŒhlte sich der Bruce Goldsmith Design Lynx einfacher und geschmeidiger zum Fliegen an. Es gibt kein unangenehmes Vor- oder ZurĂŒckschießen, nur die notwendigen Bewegungen beim Eintritt in die Thermik. Das Rollverhalten ist auch ziemlich gedĂ€mpft und gut ausbalanciert. Wenn ich den Bruce Goldsmith Design Lynx mit dem Cayenne 5 vergleiche, der meine ‘Referenz’ fĂŒr die CÂŽs der letzten 2 Jahre war, und mit dem neuen Sigma 10 und Delta 3 MS, kann ich schon behaupten, dass der Lynx mit seinem SeitenverhĂ€ltnis genauso einfach zu fliegen ist wie der Sigma 10! Ich war wirklich beeindruckt! Die Handhabung und die Art und Weise, den Schirm zu drehen, fĂŒhlen sich sehr intuitiv an, man könnte es fast als eine Erweiterung der Pilotenarme beschreiben und es fĂŒhlt sich viel verbindlicher und subtiler an als z.B. das D3-Handling.

Es Ă€hnelt dem C5 prĂ€zisem Handling, aber mit einer leichteren Reaktion und “etwas” lĂ€ngerem Weg.

Der Cayenne 5 XS benötigt mehr aktives Pilotieren, in turbulenter Luft und die Schirmreaktionen unter ihm fĂŒhlen sich schĂ€rfer an verglichen mit dem Bruce Goldsmith Design Lynx! Das klingt völlig verrĂŒckt, und Ihr denkt wahrscheinlich, dass ich eine Flasche Wein getrunken habe, bevor ich den Bericht geschrieben habe! 🙂 Nee, habe ich noch nicht … und wieder nix fĂŒr mich 😉

NatĂŒrlich musst du den Bruce Goldsmith Design Lynx fliegen, um zu fĂŒhlen und zu erfahren, was ich gerade geschrieben habe.

Jeder Pilot der meine Tests liest wird wissen, wie sehr ich einen guten Gleitschirm zu schĂ€tzen weiß. Der Lynx ist einer davon. Ein cooles Spielzeug zum Spielen!

Zu den Handling-Experten Trango X-Race, Cayenne 5 XS, Sigma10 hat sich nun auch der Lynx dieser Gruppe mit seiner neuen Lynx-Zutat “Geschmeidigkeit” angeschlossen.

Gleitleistung:

Ich habe ein paar lange Abgleiter mit drei verschiedenen FlĂŒgeln gemacht. Der Delta 3 MS, der Cayenne 5 XS, der Sigma 10 25. Es sieht so aus, als hĂ€tte der Bruce Goldsmith Design Lynx Ă€hnlich beladen wie ein Cayenne 5 XS (94) eine etwas schnellere Trimmung fĂŒr den Lynx und 3 km / h schneller bei Höchstgeschwindigkeit im Vergleich zum C5. Die TAS (true air speed) zeigt 40 km / h bei Trimm und 55 km / h bei vollem Balken, gemessen auf 1700 m ASL.

Was den Gleitwinkel bei Trimmgeschwindigkeit anbelangt, kamen nach einem 7 km Gleitflug unter bewegten Bedingungen alle FlĂŒgel bei mehr oder weniger gleicher Höhe raus… Da die Luft unruhig war, kann ich hier keinen Kommentar abgeben, auch wenn vielleicht ein Gleitschirm einen visuellen Vorteil in Trimmgeschwindigkeit hatte!

Wenn ich es zu genau nehmen möchte, wĂŒrde ich sagen Delta 3 und Sigma 10 sind leicht beschleunigt gleich auf mit C5 und Lynx ĂŒber die Gegenwind einfach hinweggleitet. Es war fĂŒr mich eine reine Freude zu sehen dass der Bruce Goldsmith Design Lynx an diesem Tag mit der Gesellschaft der besten C-FlĂŒgel konkurrieren konnte. Ich denke auch mehr braucht es nicht als den Lynx zu fliegen!

Beim Tritt ins Gaspedal ist die Gleitzahl verglichen mit dem C5 bei beiden bei +7 km / h ĂŒber Trimm.

In etwas turbulenter Luft schenkte mir der Bruce Goldsmith Design Lynx einen recht gemĂŒtlichen Flug, da die homogene Struktur jede ungesunde Bewegung ausfiltert! In der gleichen Luft wird beim C5 XS mehr aktives Fliegen benötigt.

Das Fliegen des Bruce Goldsmith Design Lynx bei 90-92 erscheint mir im optimalen Gewichtsbereich fĂŒr die M-GrĂ¶ĂŸe. Bei diesem Gewicht hatte der Lynx immer noch diese schöne AutoritĂ€t auf der Bremse mit sehr guter Manövrierbarkeit.

Steigrate:

Ich bin den Bruce Goldsmith Design Lynx unter sehr schwachen Bedingungen geflogen. Er ist definitiv ein reiner Gleiter! und sehr effizient in schwachen Bedingungen. Mit 90 steigt er an der Thermik und verliert keinen Aufwind.

Bei stĂ€rkeren thermischen Bedingungen klettert der Bruce Goldsmith Design Lynx sehr gut und behĂ€lt dabei das homogene GefĂŒhl. Selbst in druckvolleren Thermiken kann der Lynx sehr prĂ€zise gesteuert werden, und die Struktur fĂŒhlt sich sehr kohĂ€rent an.

Große Ohren sind stabil und effizient. Aus den 360ern kann man leicht und ohne Störung aussteigen. Induzierte Asymmetrien sind leicht aufrechtzuerhalten und zu steuern. Landungen in sehr engen Landezonen sind durch die linearen Bremsen und Gleiteffizienz problemlos möglich.

Fazit:

Ich genoss jeden Moment mit dem Bruce Goldsmith Design Lynx zu fliegen, und wĂŒrde ihn immer wieder gerne fliegen! Ein Muss zum Fliegen bei optimalem Gewicht! Das Gesamtpaket aus Leistung, Effizienz und Komfort macht den Lynx zu einem der interessantesten C FlĂŒgel auf dem Markt. Aber vor allem ist es das nette und subtile GefĂŒhl, das du mit dem Lynx erfliegst, das diese besonderen Erinnerungsmomente an ein Fluggebiet oder einen guten Streckenflug aufruft, an die man sich auch nach der Landung noch gerne zurĂŒckerinnert.

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Schirmtest, Galeriebilder und Freigabe durch Ziad Bassil (www.DustoftheUniverse.com)

Vielen Dank Ziad fĂŒr deine UnterstĂŒtzung!!!

Quelle der Videos: www.flybgd.com

Danke Ziad & Swing fĂŒrs Ausleihen!!!

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