GoPro stellt Drohnensystem GoPro Karma vor

WĂ€hrend die Hersteller der von mir mit großem Interesse erwarteten Crowdfunding-Stabilisatoren SLICK und REMOVU nicht aus dem Knick kommen, zieht GoPro plötzlich und unerwartet mit der eigens entwickelten Kameradrohne GoPro KARMA samt zugehörigem Stabilisierungs-Gimbal nun womöglich an den beiden Entwicklungen vorbei.

Eigentlich ist GoProÂŽs nun angekĂŒndigte Neuerung nur mehr als konsequent. GoPro – MarktfĂŒhrer im Bereich Actioncams beeinflusst bereits seit Anbeginn sowohl Gimbal- wie auch Drohnenhersteller mit deren kleinen rechteckigen Kamerawundern. Warum nicht auch Drohne und Stabilisierungssystem selbst entwickeln und somit das komplette GoPro-Setup aus einer Hand anbieten?!

Faltbare Drohne im Rucksackformat

GoPro Karma

Zusammenfaltbares Packwunder – GoPro Karma / Quelle: GoPro

Das von GoPro entwickelte Quadrocopter-System mit dem Namen KARMA hat hierbei in meinen Augen einen ganz besonderen Charme
 so lĂ€sst sich der Quadrocopter mit wenigen Handgriffen in ein kompaktes Format zusammenfalten und mit dem bereits im Lieferumfang enthalten Rucksack bequem transportieren – wohlgemerkt ohne vorherige Demontage der RotorblĂ€tter! Das wiederum macht die Nutzererfahrung (findige und neugscheite Unternehmensberater wĂŒrden auch sagen die „Usabilty“) gerade fĂŒr Neueinsteiger im Drohnensegment sehr einfach.

Besondere StĂ€rke zeigt das GoPro Karma außerdem in der sehr einfachen Bedienung. Auspacken, Anstecken, und Losfliegen
 kein unnötiger Schnickschnack verkomplizieren die Steuerung. Die mitgelieferte Controllereinheit verfĂŒgt ĂŒber ein eingebautes 720p-Display das sich mit ca. 700 Candela selbst bei heller Sonneneinstrahlung gut ablesen lĂ€sst.

Mit einer maximalen Geschwindigkeit bis zu 56 Stundenkilometer kommt der kleine Kameraflitzer selbst noch bei Windgeschwindigkeiten ĂŒber 30 Stundenkilometer zurecht. Starkwindbedingungen die fĂŒr mich und meinen Schirm eher ein Parawaiting bedeuten wĂŒrden, lassen sich nun anderweitig nutzen! So hĂ€tte ich mit der GoPro Karma letztendlich einen coolen Ersatz
 windet es zu sehr und man hat nicht zufĂ€llig ein Kite dabei, Karma auspacken und mit der Cam weiterfliegen
 🙂

Voraussetzung fĂŒr den Filmspaß ist jedoch zwingend der Besitz einer GoPro (min. GoPro 4), denn ohne das entsprechende Gegengewicht der Kamera ist das gesamte System nicht flugfĂ€hig!

Ebenfalls innovativ gelöst haben die GoProÂŽler ihre Einbindung der Kamerastabilisierung (Gimbal). Per Klicksystem lĂ€sst sich das Gimbal von der Drohne entfernen und mittels des mitgelieferten Karma Gripp Griffs als separate Einhandstativ-Stabilisierung verwenden. So lassen sich dann auch im FußgĂ€ngermodus geschmeidige und verwacklungsfreie Filmsequenzen produzieren.

Hier mĂŒssen die beiden eingangs von mir erwĂ€hnten Crowfunding-Kampagnen nun bissel Gas geben, nicht dass der GoPro-Gimbal-Zug ohne sie abfĂ€hrt bzw. zu viel an Vorsprung gewinnt


Verkaufsstart des GoPro Karma ist laut Hersteller der 23.Oktober 2016. Mit einem Gesamtpreis (exklusive Kamera) von 870€ ist das Set zwar nicht billig, erscheint inklusive des separat nutzbaren Gimbals jedoch als angemessen. FĂŒr mich als Drohnenneuling mit meiner bereits vorhandenen GoPro 4 black wĂ€re ein perfekt aufeinander abgestimmtes System zu diesem Preis allemal eine Überlegung wert


Zusammenfassend:

Durch den einfachen Transport wie auch die schnelle Einsatzbereitschaft der Drohne ist das Paket nicht nur fĂŒr Outdoor-Hobbyfilmer interessant. Womöglich weckt das knapp 2 Kilo leichte Gesamtpaket auch das Interesse von technikaffinen Bergfreunden und/oder Gleitschirmfliegern, um an Start- und/oder Landplatz beeindruckende Filmsequenzen einzufangen. Das KARMA ist zum GlĂŒck GoPro 4 kompatibel, daher habe ich mir das Teil zumindest schon mal auf meinem Wunschzettel notiert! 🙂

Obwohl das Thema Drohnen gerade in unserem Sport sehr umstritten ist und die derzeitige Entwicklung in Verbindungen mit dem Thema Fluggebiete starke Verunsicherung, Ängste und emotionale Diskussionen auslöst, so sehe ich technische Neuerungen in diesem Bereich sowohl mit einem weinenden wie auch mit einem lachenden Auge. Mich fasziniert sowohl die technische Möglichkeit wie auch letztendlich das filmreife Ergebnis! Die durch Drohnen produzierten Filmsequenzen sind beeindruckend und ermöglich ein völlig neues multimediales Erlebnis. Deshalb möchte ich mich diesem Thema auch nicht verschließen.

Quelle der verwendeten Bilder: GoPro

Herstellerseite GoPro Karma: Klick

Technische Spezifikationen: Klick
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Offizielles Produktvideo zum GoPro KARMA: