Niviuk Artik 5 Größe 24 / DotU-Testreihe

In der Kategorie C führt Niviuk den Niviuk Artik 5 2018 mit einem Seitenverhältnis von 6.3. ein.
Ein Freund gab mir seinen Flügel zum Testen.

Die Konstruktionsdetails sind wirklich schön, mit Nitinol Stäben auf der Vorderkante und einer Sharknose.
Alle Leinen sind von einer ausgewogenen Dicke, was Langlebigkeit garantiert und hilft ihn ins Gleichgewicht zu bringen.

Ich flog der Niviuk Artik 5 24 mit 90 bis 95
Das Starten des Niviuk Artik 5 24 bei Nullwind erfordert einen stetigen Zug. Bei einer stärkeren Brise ermöglicht dies, dass der Artik 5 gut kontrolliert werden kann und auf sanfte Art und Weise startet. Innere A’s sind am besten bei starkem Wind. Alle A’s sind am besten bei Nullwind.

Ich habe diesen Gleiter bei unterschiedlichen Bedingungen getestet, von schwach bis stark und manchmal turbulent, mit einiger scharfer 7m/s Thermik. Um diesen Schirm besser zu verstehen, wechselte ich am selben Tag zwischen dem Alpina 3 MS und der Sector XS für Landen und Fliegen.

Bei turbulenter Luft machte der Niviuk Artik 5 über meinen Kopf den Eindruck ein solider, kompakter, komfortabel Schirm zu sein. Bei den gleichen turbulenter Bedingungen, bewegt sich der Artik 5 weniger und braucht weniger Steuerung durch den Piloten, als ein Alpina 3 MS mit 92, der für seinen sehr guten Komfort bekannt ist. 

Erklärung: Die Bewegungen unter dem Niviuk Artik 5 liefern zunächst ein leichtes Rollgefühl, aber sind begrenzt und sehr kontrollierbar. Diese kleine Rollgefühl ist ein Plus, um Kurven einzuleiten, worauf ich später noch eingehen werde… Der Komfort beim Niviuk Artik 5 ist wirklich hoch für einen 6.3 AR C-Gleitschirm. Es gibt keine grossen Höhenbewegungen. Beim Auftreffen auf eine Thermik, den Artik 5 mit 95 geladen, steigt er vertikal mit einem leichten Zug zum Kern. Es fühlt sich an, wie eine komplett kompakte Struktur. Bei 90 und in starker Luft, verhält er sich auch ganz gut, mit ein wenig Drift und müsste für exzellente Ergebnisse voll beladen werden.
Bei gemäßigten Bedingungen, ist der Niviuk Artik 5 mit 90 noch kompakt und sehr homogen.
In der gleichen Luft, gab mir der Sektor XS mit 85 die meisten Rückmeldung und Aufwand, dann kam der Alpina 3 MS mit 92. Die wenigste Arbeit machte derNiviuk Artik 5 24 beladen bei 92 bis 95.

Der Artik 4 hatte zwei Leinen pro Seite und einige Piloten erklärten nach zwei Saisons, dass er bei turbulenter Luft manchmal schwierig zu meistern war. Der Artik 5 mit 3 Leinen pro Seite und natürlich auch einem neuen Design, hat dieses Problem vollständig beseitigt. Der A5 ist die andere Seite der Medaille im Vergleich zum Artik 4, mit einer viel härteren Struktur, die in turbulenter Luft kohärent bleibt.
In starker Luft wäre es mir lieber gewesen, ein Gefühl dafür zu haben, was die Luft macht, ihre Struktur zu spüren zur Unterstützung und um Überraschungen vorzubeugen. Ich hatte einige kleine Klapper an der Spitze, und sah diese nicht kommen.

Beweglichkeit und Aufstiegsrate:
Der Artik 4 kann bei moderaten Bedingungen sehr eng gewendet werden, aber sobald er in der Luft ist, ist er ein bisschen schwierig ist und zurückhaltender beim Wenden. Die Wendefähigkeit des Artik 5 erinnert eher an eine effiziente flache Drehung für den XC Gebrauch, als an einen verspielten Freestyle-Flügel. 

Bei mittelschweren bis weiche Bedingungen:
Zu Beginn ist die Bremsreaktion kurz, präzise, ​​direkt und relativ agil in Richtung eines effizienten flachen Kreises. Nachdem ich mit meinen C Vergleichs-Gleitschirmen geflogen bin, zeigte mir dieses Merkmal im Handling des A5, bei schwacher Thermik eine erstaunliche Fähigkeit zum Klettern. Jedes Mal, wenn ich einer weichen Thermik begegnete, gleitete der Artik 5 viel besser nach oben. Nach vielen Versuchen, bin ich überzeugt, dass ich ihn ganz an die Spitze der Kategorie setzen möchte, im Hinblick auf eine effiziente Kletterrate, bei schwachen Bedingungen. 

In starken Kernen:
In starker Thermik fand ich heraus, dass das Fliegen des Artik 5 24 mit maximalem Gewicht von Vorteil wäre, um ohne Verzögerung in diese Kerne einzutreten. Aber wiederum bei max. Belastung, steigt der Niviuk Artik 5 friedlich wie ein Tier!
Und das Ergebnis beim Gesamtklettern steht auch ganz oben in der Kategorie C. Das Handling und die Art, den Artik 5 24 bei “turbulenten Kernen” mit 95 zu wenden, benötigt eine gewisse Körper- und Bremswirkung, da der A5 bei einer mittleren Kurve in einer Thermik abflacht. Diese leichte Rollfähigkeit des A5 ist gut, um sich in die Kurve zu lehnen und mehr Bremse anzuwenden, um im Kern zu bleiben. Am selben Tag blieben der Alpina 3 MS mit 92 und der Sector XS mit 85 mit minimalem Aufwand im Kern.
Unter diesen Bedingungen ist er etwas weniger agil, als der Alpina-3 und der Sector. Bei starker, aber turbulenter abgehackter Luft, braucht er mehr Andeutungen, um innerhalb des Kerns zu bleiben. Bei homogenen Thermik, ist er sehr wendig und bleibt leicht im Kern.
Der Bremsdruck ist mäßig bis leicht hart nach 20 cm Weg. Die Peak 4 hat fast die Hälfte des Drucks auf den Bremsen.
Der Niviuk Artik 5 kann mit 5 bis 10 cm Weg bei leichter Luft und 30-40 cm bei starke Luft gesteuert werden.
An jenem Tag war weniger Bremsdruck auf dem Sektor XS, als auf dem Alpina 3, mit einen mehr spielerischen Charakter in der Thermik.

Gleitfähigkeit:
Ich habe einige Gleitversuche mit meinem neuen Referenz C-Gleitschirm gemacht, dem aktuellen Alpina 3 MS. Wenn beide Gleitschirme in ähnlicher Weise beladen sind, haben sie die gleiche Geschwindigkeit beim Trimm und bei Höchstgeschwindigkeit.
Der Gleitwinkel des Niviuk Artik 5 24 beim Trimm und bei Höchstgeschwindigkeit in realer Luft und viele Male wiederholt, zeigte mir, dass es Niviuk auch gelungen ist, den Artik 5 an die Spitze dieser Kategorie in Bezug auf Gleitwinkel zu platzieren. Der Unterschied nach vielen Kilometern mit dem Alpina 3 MS ist unbedeutend und praktisch der gleiche, mit einen leichten Vorsprung an Gleitfähigkeit beim Artik 5 bei aufsteigender Luft.
Ich fand auch heraus, dass es am Besten ist, den A5 mit max. Gewicht zu beladen, um sich effizient in starke Luft und Thermik zu graben, wie ein Alpina 3 MS beladen mit 91.
Mein Kommentar zur Höchstgeschwindigkeit lautet, dass ich hart mit meinen Füssen drücken musste, um den zweiten Balken überhaupt mit ins Spiel zu bringen. Der erste Balken hat mäßigen Druck auf die Füße mit meinem x-Rated 6 Gurtzeug und der zweite Balken ist schwer zu treten.
Weniger Druck war an diesem Tag auf dem Sector XS, welcher sehr niedrig war und dann beim Alpina 3 MS.

Den Niviuk Artik 5 über die C-Gurte zu kontrollieren, hat eine durchschnittliche Wirksamkeit.  Der Druck auf den C´s ist ein bisschen leicht beim Trimm und etwas mehr auf dem Balken.

Die Ohren sind stabil und ein guter Weg, um an Höhe zu verlieren. Asymmetrisch induziert und frontal sind einfach zu kontrollieren. Der asymmetrische Klapper ist sehr leicht zu halten, entgegen zu steuern und schnell wieder zu öffnen.
Die Ohren öffnen sich mit leichtem Input vom Piloten. 
Top Landungen sind einfach für Piloten in dieser Kategorie mit langsamen Flugeigenschaften.

Fazit Niviuk Artik 5:

Abgesehen von der schönen Konstruktion und den Details, hat der Niviuk Artik 5 Größe 24 mit 92 mich mit seinem hervorragenden Performance-Paket beeindruckt und vor allem mit seinem hohen Komfort bei Turbulenzen in der C-Klasse.
Der Niviuk Artik 5 kann bei mittleren Gewicht leicht geflogen werden, aber um an starken Tagen sehr effizient zu sein, denke ich, wäre es von Vorteil ihn voll zu beladen, um ohne Qualitätsverlust, unter schwachen Bedingungen durch die Luftmasse zu gleiten. Ein ganz interessanter Gleiter zum Testen in dieser Kategorie C!

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Schirmtest und Freigabe durch Ziad Bassil (www.DustoftheUniverse.com)

Vielen Dank Ziad für deine Unterstützung!!!

Quelle der Beitragsbilder: NIVIUK Gliders

Vielen Dank NIVIUK fürs Ausleihen!!!

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Quelle der Videos: Youtubekanal von Niviuk Gliders