Paragliding auf La Palma (Interview Daniel Loritz)

oder: Hin und wieder zur├╝ck – die Geschichte eines Schweizers

Am 11.12.2015 wurde vom Schweizer Daniel Loritz mit 98,12 km ein neuer Streckenflugrekord auf der Kanaren-Insel La Palma erflogen. Nachdem ich selbst seit 5 Jahren die Insel im Winter bereise und bekennender und ├╝berzeugter La Palma Winterflieger bin, wei├č ich um die Besonderheit dieser Leistung. Ich freue mich daher sehr, dass mir Daniel spontan zu einem Interview bez├╝glich seines Rekordfluges zugesagt hat:

Servus Daniel, meine Gl├╝ckw├╝nsche zum aktuellen Streckenrekord auf La Palma und vielen Dank f├╝r die M├Âglichkeit eines Interviews. Du bist in der Gleitschirmszene bekannt und musst eigentlich nicht mehr vorgestellt werden. Vielleicht m├Âchtest du dich f├╝r die Nichtflieger meiner Leser dennoch kurz vorstellen?

Vielen Dank f├╝r die Gl├╝ckw├╝nsche und dein Interesse an diesem speziellen, wenn vielleicht auch nicht ganz so spektakul├Ąren Flug.

Ja, ich heisse Daniel Loritz, bin Fluglehrer und Gleitschirmpilot. Seid rund 20 Jahren besch├Ąftige ich mit der Entwicklung von Gleitschirmen, Rettungsger├Ąten f├╝r Gleitschirmpiloten und Gurtzeugen. Nach 30 Jahren in diesem spannenden und herrlichen Sport geniesse ich nach wie vor jeden einzelnen Flug. Mein wichtigstes Engagement in unserer Szene gilt der Sicherheit und der guten Aus- und Weiterbildung der Piloten.

Wir haben uns Ende 2011 auf der Insel beim Fliegen kennengelernt und sind denke ich beide vom Winterflugpotential dort ├╝berzeugt. Aus Eigeninteresse habe ich mir deinen Rekordflug nat├╝rlich genauer angesehen, immerhin m├Âchte ich den Track bei meinem n├Ąchsten LaPalma Aufenthalt unbedingt nachfliegen. Nein Spa├č beiseite, ich wei├č nat├╝rlich, dass bei La Palma typischen Wetterbedingungen, also vorherrschendem NO-Passat, Fl├╝ge mit solch enormer H├Âhe nicht machbar sind. Was also war denn da anders mit dem Wetter?

Die Zeit mit dir auf der Insel ist mir in bester Erinnerung. Ich bin mir auch sicher, dass du an diesen, aus meteorologischer Sicht speziellen Tagen ebenso spektakul├Ąre Fl├╝ge absolviert h├Ąttest. Oft z├Ąhlt nicht K├Ânnen oder Material sondern viel mehr die Tatsache im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein. An diesen Tagen war es nicht falsch auf La Palma zu sein und dem Fliegen zu fr├Ânen. Das Gl├╝ck war auf unserer Seite!

Rekordflug Daniel Loritz

Rekordflug Daniel Loritz

Normale, bzw. klassische ┬áPassatlagen zeichnen sich durch einen m├Ąssigen Wind aus Nordost aus. Dabei verlauft der Temperaturgradient von Meeresh├Âhe um rund 1┬░C/100m bis zirka 1000m├╝M, gefolgt von einer ausgepr├Ągten Inversion auf gut 1200m. Die Feuchtigkeit verl├Ąuft bis zur Inversion zunehmend um danach wider abzunehmen. Dieser Lage verhindert, dass der Passat im Lee der Insel ein F├Âhn generiert. Vielmehr baut sich im Lee ein Warmluftkissen auf, dass zusammen mit dem guten Temperaturgradient tolle Thermik verspricht aber auch eine Wolkenbasis um rund 1100m├╝M.

An den Tagen als wir die tollen Strecken auf der Insel geflogen sind herrschte keine solche typische Passatlage. Entscheidend f├╝r die aussergew├Âhnliche Lage war der allgemein schwache Wind. Wir hatten von Meeresh├Âhe bis ├╝ber 3000m Windst├Ąrken im einstelligen Knoten-Bereich. Bei solchen Situationen spielt dann auch die Richtung nur noch eine untergeordnete Rolle. Ebenso entscheidend war der relativ gute Temperaturgradient von immerhin 0,6-0,65┬░C/100m. Dieser Gradient verlief bis auf fast 3000m recht linear. Die Feuchtigkeit war ├╝ber die ganze Atmosph├Ąre sehr gering. Dies versprach Blauthermik. Blauthermik zusammen mit wenig Wind und trotzdem gutem Temperaturgradient in grosse H├Âhen ist Weltweit der Schl├╝ssel zu guten Streckenfl├╝gen.

Die w├Ąhrend eurer Flugwoche aufgezeichneten Flugbilder sind grandios und schenken uns aufgrund der enormen H├Âhe einen atemberaubenden Blick ├╝ber die s├╝dliche bzw. auch n├Ârdliche Inselspitze. Hattet ihr auf bis zu 2800m keinen Bammel dass der Passatwind wieder einsetzen k├Ânnte?

Wer als Gleitschirmpilot La Palma auf Google Earth einmal ├╝berfliegt wird zwangsm├Ąssig eine erh├Âhte Transpiration in der

Achselh├Âhle versp├╝ren. Seid ich vor vier Jahren das erste Mal diese Insel beflogen habe, tr├Ąume ich davon ├╝ber Monta├▒a Negra, Cumbre Vieja und Birigojo zu fliegen und in deren Krater zu spucken. Dieser Traum ging mit diesen Fl├╝gen in Erf├╝llung!

Die Insel ist gerade aus meteorologischer Sicht eine immense Herausforderung. Aus diesem Grund bedienen wir uns dem professionellen Service von Roger Frey. Roger ist Schweizer Fluglehrer und lebt seit vielen Jahren auf der Insel. Er hat diverse B├╝cher ├╝ber das Wetter geschrieben. Er hat uns bei all unseren Fl├╝gen beratend bei gestanden. Ihm geb├╝hrt der Dank f├╝r seine professionelle Unterst├╝tzung. Ohne einen solchen Service sind solche Fl├╝ge nur schwer mit einem solchen Sicherheitsfenster zu fliegen.

Paragliding La Palma

Das Hauptproblem bei der Leefliegerei wie sie in der Regel auf der Insel erflogen wird ist, dass der Passat, der F├Âhn zumindest

theoretisch jederzeit durchbrechen kann. Solche F├Âhndurchbr├╝che k├Ânnen sehr schnell passieren und k├Ânnen verheerende Folgen haben. Sie k├Ânnen Abwinde von gegen 100km/h bis auf Meeresh├Âhe generieren. Da werden Abfallcontainer, Gartenst├╝hle und Tische ins Meer raus geschleudert. Wer als Gleitschirmpilot solch einen F├Âhndurchbruch je erlebt hat, weiss den Service von Roger doppelt sch├Ątzen.

An den Tagen als wir unsere Rekordfl├╝ge geflogen sind war der F├Âhndurchbruch nicht unser Hauptproblem. Trotzdem fliegt im Hinterkopf der Gedanke an einen solchen Wetterwechsel immer mit. Auf 2800m├╝M sieht man praktisch die ganze K├╝stenlinie der Insel. Man realisiert das die Insel klein ist und zusammen mit dem schlechten Verh├Ąltnis von Land- zu Meerfl├Ąche die Wahrscheinlichkeit einer Wasserlandung steigt.

Auf Streckenfl├╝gen auf einer Vulkaninsel sind auch die meist wenigen Landepl├Ątze eine Herausforderung. Im Alpenraum findet man selbst in den engsten T├Ąlern noch irgend eine Wiese oder ein Vorgarten um seinen Schirm vern├╝nftig zu Boden zu bringen.

La Palma hat auf der Westseite zwar viele offene Fl├Ąchen, doch dies sind meist Lavaausbr├╝che die schroffe und scharfkantige Ger├Âllhalden darstellen. In solchen Feldern w├╝rde man seine Schuhe, Hosen, Beine und definitiv den Schirm ruinieren. W├Ąhrend unseren Fl├╝gen galt ein grosser Teil unserer flugtaktischen Entscheidungen der vern├╝nftigen Flugplanung um immer eine M├Âglichkeit zum sicheren Landen zu haben.

Ja, wir hatten Respekt vor der Situation. Wer solche Projekte in einem solch komplexen Umfeld ohne den geb├╝hrenden Respekt angeht, macht dies ohne Vernunft.

Hast du dir in der Flugvorbereitung bestimmte Tasks zur Aufgabe gesetzt und/oder hattest vielleicht schon den Rekord als Ziel vor Augen? Oder bist du einfach drauf losgeflogen?

Am 10.12.2015 zeichnete sich ab, dass der Flugtag meteorologisch viel versprechend aussehen wird. Als Reiseleiter einer Gruppe von Piloten war ich am Startplatz darum besorgt, dass alle gut in die Luft kamen. So kam ich selber recht sp├Ąt zum Starten und einige Piloten meiner Gruppe sind schon weit in den S├╝den geflogen als ich die erste Startplatz├╝berh├Âhung geschafft habe. An diesem Tag hatten wir diese gigantische Arbeitsh├Âhe um ├╝ber die h├Âchsten Vulkane der S├╝dinsel zu fliegen. Samuel Patzen, ein Teilnehmer aus meiner Gruppe flog an diesem Tag auf 2844m und setzte damit den neuen H├Âhenrekord. Dieser Rekord kann er nach wie vor f├╝r sich verbuchen. Zusammen mit ihm machte ich mich auf den Weg in den Norden. Samuel hat im Norden wie auch im S├╝den den Wendepunkt einige 100m weiter als ich gesetzt und so den Inselrekord neu definiert.

La Palma Paragliding

Am Tag darauf war klar, dass ich fr├╝her starten sollte um den Jungs auf den Fersen bleiben zu k├Ânnen. Die Verh├Ąltnisse waren einwenig ver├Ąndert gegen├╝ber dem Vortag. Es herrschte keine Blauthermik mehr und es ┬áentstand eine Wolkenbasis auf rund 1500m├╝M. Daf├╝r versprach der bessere Temperaturgradient bis 1000m mit fast 1┬░C/100m eine st├Ąrkere Thermik.

Es war klar, dass der Wendepunkt im S├╝den vom Vortag, der Vulkan San Antonio, nicht ausreichen wird um Samuels Rekord zu ├╝berbieten. Das erfliegen eines s├╝dlicheren Wendepunktes ist ├╝berproportional schwierig. 100m mehr in den S├╝den entsprechen im Alpenraum 10km oder 20km mehr Flugdistanz. An dem Tag war es besonders turbulent im S├╝den und durch die fr├╝he Flugzeit hat sich die Thermik auf den Westh├Ąngen noch nicht so gut ausgebildet. Ich musste auf dem San Antonio drehen! Jetzt war klar, ich musste den n├Ąchsten Wendepunkt richtig weit in den Norden der Insel setzen um den Rekord vom Vortag zu brechen. Die tiefe Basis war dabei nat├╝rlich nicht hilfreich. Die immer kritischen Schl├╝sselstellen wie die Querung ├╝ber El Paso und den immer t├╝ckischen El Time waren an diesem Tag deutlich schwieriger zu meistern. So scheiterte Samuel auch am Time und musste Richtung Tazacorte abdrehen.

Im Norden der Insel ist das Fliegen mit tiefer Basis doppelt schwierig. Auf der einen Seite ist der Einstrahlwinkel der Sonne schlecht, das Gel├Ąnde wird da oben flach und in Kombination mit der tiefen Basis, sprich kleinen Arbeitsh├Âhe k├Ąmpft man um jeden Meter den Wendepunkt mehr in den Norden zu setzen. Auf dem Track meines Fluges sieht man dass ich oft nur 200m und weniger zum Arbeiten hatte.┬á

Auf dem Heimflug habe ich nur noch nach dem Time eine kurze bange La Palma ParaglidingMinute gehabt. Der Sp├╝lgang war enorm und ich glaubtkurze Zeit nicht mehr daran dass ich nach Puero Naos kommen werde. Zum Gl├╝ck habe ich Anschluss gefunden und konnte mich vor einer Aussenlandung retten. Im Gegenteil, der Flug zur├╝ck zum Ausgangspunkt des Fluges war dann auf einmal erstaunlich einfach so dass ich mich sogar entschloss den s├╝dlichen Wendepunkt noch weiter in den S├╝den zu setzen. Dies gelang mir dann tats├Ąchlich, denn der Wind hatte sich ein wenig gelegt und vor allem der Einstrahlwinkel der Sonne war nun deutlich besser als es zu Beginn des Fluges es war. So habe ich den Wendepunkt um mehr als 2km weiter s├╝dlich ├╝ber den Vulkan Tenequia gelegt.

Die letzten Kilometer durfte ich dann sogar mit dem in der Zwischenzeit ebenfalls in die Luft gekommene Roger Frey, meinem Chefmeteorologe, fliegen – es waren die ehrenvollsten Kilometer!

Um deine Frage final zu beantworten; nat├╝rlich h├Ątte ich nie gedacht, dass ich den Rekord von Samuel brechen werde. Daf├╝r standen die Zeichen nicht wirklich gut. Trotzdem, es hat mich unter den N├Ągeln gebrannt, dass mir am Vortag nur wenige Meter gefehlt haben. Auf der anderen Seite ist die Aufgabe auf einer solchen Insel schnell mal definiert – m├Âglichst weit in den S├╝den und m├Âglichst weit in den Norden! Dieses Ziel habe ich recht gut gemeistert, wobei auch viel Gl├╝ck bei solchen Aufgaben mitspielen und nicht zu letzt hat die hervorragende Unterst├╝tzung von Roger Frey zum positiven Gesamtergebnis beitragen.

Wann war dir bewusst dass du Rekord in der Tasche hast und wie hast du dich in diesem Moment gef├╝hlt?

Als ich den s├╝dlichen Wendepunkt ausdehnen konnte war f├╝r mich klar, dass es reichen sollte um den Rekord selbst als Dreieck neu zu setzen.

Ein Flug von nicht mal 100 Kilometer ist keine riesen Sache und da nur ein paar wenige Piloten es absch├Ątzen k├Ânnen, was ein solcher Flug auf einer solchen Insel flugtechnisch zu bedeuten hat, waren auch meine Emotionen nicht ├╝berschw├Ąnglich. Dazu kam, dass Samuel nach meiner Landung bereits in der Strandbar sass und er mir mit Wehmut aber doch ehrenvoll und kollegial gratulierte. Seine Leistung am Vortag wird durch meinen Flug in keiner Weise geschm├Ąlert. Ich habe ihm den Inselrekord nach nur einem Tag genommen. Doch er besitzt den H├Âhenrekord und den Streckenrekord mit einem LTF-B-Schirm auf La Palma! Das geb├╝hrt meinen vollsten Respekt und meine Achtung vor Samuel als Pilot und ganz besonders als Mensch und Flugkollegen!

Seit vier Jahren besuche ich nun diese einmalige Insel und die lokalen Piloten und die Fliegergemeinschaft auf dieser Insel ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen. Ich weiss, dass diese Piloten sich ├╝ber diesen Flug gefreut haben, insbesondere auch aus diesem Grund, dass dieser Flug zeigt, dass auch kleine Fl├╝ge aber nicht weniger komplexe und aufw├Ąndige Projekte spannend und reizvoll sein k├Ânnen. Solche Erfolge, so unpopul├Ąr sie im Verh├Ąltnis zu den Rekorden wie sie in Brasilien, Australien oder Mexiko erflogen werden sind, werten ein Fluggebiet wie La Palma auf. Ich bin gl├╝cklich, dass ich diesem Fluggebiet auch einmal etwas zur├╝ck geben konnte und wenn es nur ein paar tolle Aufnahmen von der Insel aus ungew├Âhnlicher Perspektive sind…..

Daniel, lass uns doch noch bissel spoilernÔÇŽ, wie geht es nun weiter? Woran arbeitest du derzeit (neben vielleicht neuen Rekorden)? Gibt es Neuigkeiten bei X-Dreamfly, neue Produkte bzw. gibst du uns evtl. einen kleinen exklusiven Ausblick auf die Zukunft?

Ja, wir sind ja nicht nur auf Reisen und am Fliegen. Wir arbeiten intensiv an verschiedenen Projekten. Ein wichtiges Projekt ist unser neues Gurtzeug, dass wir in diesem Fr├╝hjahr auf den Markt bringen werden. Dieses Projekt ist schon recht fortgeschritten und steht kurz vor der Zertifizierung – die bisherigen Erkenntnisse aus der Entwicklung sind sensationell und wir sind enorm zufrieden mit den Prototypen. Wir freuen uns auf die Markteinf├╝hrung und sind gespannt wie die Szene auf unser Gurtzeug reagieren wird – ich sage nur soviel; fliegt es und macht euch ein Bild ├╝ber die M├Âglichkeiten wie euer Schirm auf einmal zu fliegen ist….

Auch im Bereich der Rettungsger├Ąte sind wir nicht ganz unt├Ątig. Da will ich nicht allzu viel verraten, denn du weisst ja – die Marktbegleiter h├Âren mit und wir haben doch auch ein Markt zu verteidigen :-). Doch eines sei gesagt; wir arbeiten an einer Weiterentwicklung des X-One, wobei der X-One auf dem Markt bleiben wird. Vielmehr wird eine leichtere aber auch teurere Version auf den Markt kommen.

Ein weiteres Projekt, dass uns nun seid bald zwei Jahren besch├Ąftigt, ist eine komplett neue Betrachtungsweise des Rettungsger├Ątes anzugehen. Dabei sind wir einen ganz neuen Weg gegangen und haben ein Rettungsschirm entwickelt der Eigenschaften von verschiedenen Rettungsger├Ątkonzepten zusammen vereint. Die ganze Entwicklung hat uns viel Zeit und Effort gekostet. Die Resultate sind beeindruckend und wir sind optimistisch, dass dieses Ger├Ąt uns den n├Âtigen Vorsprung am Markt ausbauen l├Ąsst. Dieses neuartige Rettungsger├Ąt ist zur Zeit im Zulassungsverfahren. Auch da hoffen wir darauf, dass wir bald mehr berichten k├Ânnen und die Markteinf├╝hrung lancieren d├╝rfen.

Ansonsten geniesse ich zur Zeit die Wintersaison. Ist es doch die Saison in der ich mehr Zeit f├╝r meine Kinder und meine Familie habe.

Tiptop ­čÖé Dani, vielen Dank f├╝r das interessante und ausf├╝hrliche Interview!! Ich freue mich auf weitere News von dir und deinem Team und w├╝nsche allen spannende und unfallreiche Fl├╝ge. Und nat├╝rlich freu ich mich auch, falls wir uns zuf├Ąllig mal wieder am Flughafen ├╝ber den Weg laufen. ­čÖé

Vielen Dank f├╝r das Interview und auch f├╝r dein Engagement in unserer Szene! Ich freue mich immer auf tolle Menschen wie dich, auch wenn es nur am Flughafen ist…. ­čÖé

Hintergrundinformation La Palma:

Die Kanareninsel La Palma bietet uns Gleitschirmfliegern von Herbst bis Fr├╝hjahr interessante Flugm├Âglichkeiten. W├Ąhrend in den Alpen bei kalten Temperaturen mit Schnee und wenig Thermik geflogen wird, erwarten uns ├╝ber die Wintermonate auf den Kanaren fr├╝hlingshafte Temperaturen und damit einhergehend entsprechende Thermik bzw. gute Flugbedingungen.

Fluggebiete La Palma

Markierte Fluggebiete auf La Palma / Quelle: www.palmaclub.com

Im Lee ists tats├Ąchlich scheeÔÇŽ, dieses Motto trifft aber auch nur auf die Besonderheit der Kanareninseln zu!! Durch die Topografie der Vulkaninseln wird der meist vorherrschende Nord/Ost-Passat an dem inselmittigen Vulkanmassiv geblockt. Es bildet sich bei entsprechenden mikroklimatischen Bedingungen (Inversion, Warmluftkissen) auf der windgesch├╝tzten Westseite der Insel ein gro├čfl├Ąchiger Leebereich in dem geflogen werden kann. Selbst kleine bis mittlerere Streckenfl├╝ge sind unter den inseltypischen Lee-Bedingungen m├Âglich.

Dennoch oder gerade wegen des besonderen Mikroklimas erfordert Gleitschirmfliegen auf La Palma fundierte Insel- und Wetterkenntnisse. Ich empfehle jedem der dort fliegen m├Âchte und die Insel noch nicht besonders kennt den Para-Guide der dort ans├Ąssigen Flugschule Palma Club. Ihr bekommt dort zu echt fairen Konditionen einen Flieger-Rundumservice, t├Ągliches Wetterbriefing und m├╝sst euch um die Besonderheiten der Insel nicht sorgen. Ich selbst kenne nach 5 Jahren die Insel zwar mittlerweilen ganz gut, buche aber dennoch weiterhin Roger┬┤s Guide-Service. Ganz einfach weil mich dort Leistung & Service ├╝berzeugtÔÇŽ