Sampaio Corrêa

Tag 3-5: Wir lassen Rio de Janeiro hinter uns und fahren ins 90 km entfernte Fluggebiet Sampaio Corrêa. Die Weltmetropole Rio war ein „must-see“ im Rahmen unseres Brasilienaufenthaltes, ich bin jedoch heilfroh, den Großstadtsumpf nun hinter mir zu lassen.

Gute 3 Stunden Fahrzeit östlich von Rio entfernt liegt die Pousada „Vale Dos Sonhos“ auf einem ca 7,2 ha großen gepflegten Anwesen mit 12 modern eingerichteten kleinen Gästehäusern. Die Anlage liegt inmitten Brasiliens üppiger und wilder Vegetation und ist eine Oase der Ruhe und Erholung. Weitab von hektisch drängenden Menschenmassen, Stau, Großstadtlärm und Autoabgasen – der Contrast zu Rio könnte gegensätzlicher nicht sein!! Hier beginnt mein Brasilienabenteuer, hier möchte ich bleiben…

Nach der Ankunft entscheiden wir uns gegen einen ersten Abendabgleiter und wagen einen Ausflug in die unberührte und wilde Natur Brasiliens! Über einen Insider-Trampelpfad geht es an einen versteckten Wasserfall. Das dort sprudelnde Nass ist erfrischend, so dass sich ein Teilnehmer kurzerhand für einen Sprung in den Bachlauf entscheidet. Nicht ganz freiwillig, denn der Trail rund um den Bachlauf ist mit Moos bewachsen und aalglatt… einmal ausgerutscht und zack…, rein ins kühle Nass… nochmal… und zack aller guten Dinge sind zwei…! Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen… 🙂

Der Abend, ja mei… wieder lecker Essen in angenehmer und bereits vertrauter Gesellschaft… einen Caipirinha,… vielleicht auch zwei… dazwischen Fachsimpeln, scherzen, lachen… zur Abwechslung ein Cerveza… wir sind im Urlaub, warum also auch nicht!!

Tag 4 beginnt mit einem kleinen Wunder…, ich werde geweckt durch strahlenden Sonnenschein – aber leider ist der Wettersegen nur von kurzer Dauer. Dennoch können wir das Zeitfenster für einen verlängerten Abgleiter im Fluggebiet Marica nutzen.

Marica liegt ca. 22 km von Sampaio Corrêa entfernt. Die Höhendifferenz des Flughügels mit S-Ausrichtung beträgt ca. 320 m… zwar nicht unbedingt der Brüller aber definitiv besser als gar kein Flug. Der Startplatz ist gepflegt und sauber und es gibt genügend Fläche zum Auslegen und Starten. An guten Tagen kann man hier sicher gut soaren oder mit entsprechender Thermik aufdrehen. An guten Tagen… mein Startfenster hat leider weder genügend dynamischen Aufwind um mich zu halten, noch die passende Thermik um die Umgebung zu erkunden. Der Größe des Landeplatzes ist großzügig – mit Rindern, deren Tretminen sowie kleinen Dornensträuchern belegt. Zu allem Frust beginnt es kurz nach meiner Landung wieder zu regnen. Irgendwie hatte ich mir das Fliegen in Brasilien bissel anders vorgestellt… 🙁

Der Wettergott treibt Spielchen mit uns…, Tag 5 beginnt mit Sonnenschein und blauem fast wolkenlosen Himmel… insgeheim wissen wir jedoch, dass die Schönwetterperiode wieder nur von kurzer Dauer ist.

Dennoch spielen wir mit und fahren an den mittleren Startplatz in Sampaio Corrêa oberhalb unserer Pousada in der Hoffnung auf vernünftige Flüge. 2 längere Abgleiter bevor sich Petrus erneut für Nieselregen entscheidet. Von einem einheimischen Piloten erfahre ich nach der Landung, dass der am gestrigen Tag eine gute Stunde geflogen ist – direkt hier vor der Haustüre. Ich verstehe die Welt nicht mehr…

Trotzdem bin ich mit dem heutigen Tag so halbwegs zufrieden, nicht zuletzt weil unser Abendprogramm den Tag entspannt und lecker ausklingen lässt. Es gibt feinstes  selbstgemachtes Churrasco mit verschiedensten Fleisch und Wurstsorten, Salaten, Beilagen… und natürlich Cerveza satt!!

Rio de Janeiro / Reiseberichte Brasilien (Teil1)
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