Triple Seven Queen 2 Test (DotU-Testreihe)

Endlich ist der lang erwartete Queen-Ersatz eingetroffen. Triple Seven bietet die Triple Seven Queen 2 mit einem SeitenverhĂ€ltnis von 6,3 kombiniert mit einem sehr reduzierten Leinendurchmesser und einer sehr spitzen Haifischnase. Die Zellöffnungen sind eher klein. Die Befestigungspunkte auf den A’s scheinen weiter hinten zu liegen, und die Zertifizierung ist in der C-Kategorie.

Der Start der Triple Seven Queen 2 in der GrĂ¶ĂŸe SM bei Nullwind erfordert einen stetigen Input, da sie sich mĂ€ĂŸig ĂŒber Kopf aufblĂ€ht. Der Aufstieg ist moderat und fĂŒr einen C-zertifizierten Gleitschirm ganz okay.

Ich flog die Triple Seven Queen 2 von 96 auf 99, um herauszufinden, dass das beste Gewicht bei der SM bei moderaten Bedingungen bei 98-99 liegt. Der Bremsweg ist kurz, linear und prĂ€zise. Der Druck auf die Bremsen ist moderat bis leicht hart. Der Gleitschirm fĂŒhlt sich mit den Kommandos des Piloten verbunden, wenn die Belastung bei Höchstgewicht eingehalten wird. Die Triple Seven Queen 2 SM ist etwas anfĂ€llig beim Beladen. Ich meine, es ist besser, ihn von 97 Minimum auf 99…100 zu fliegen, und Du wirst den Unterschied von 2 Kilos sofort bemerken.

Thermischer Radius:

Der beladene Queen 2 SM kann in der Thermik sehr enge Turns machen. Es ist, als wĂŒrde man einen Gleitschirm mit niedrige Ratio fliegen. In einer gut gebauten Thermik fĂŒhlt er sich manchmal wie ein rotierendes Top an! Diese enge thermische FĂ€higkeit ist effizient, um das Beste aus jeder Thermik herauszuholen!
Wenn die Bremsen mĂ€ĂŸig und schnell betĂ€tigt werden, gibt es keine SchrĂ€glage vom Gleitschirm aus, aber einen flachen, schnellen und effizienten Wendekreis.SteigfĂ€higkeit:

SteigfÀhigkeit:

In turbulenten und druckvollen Kernen steigt die Triple Seven Queen 2 sehr schnell! Die Bremskraft ist bei Turbulenzen etwas reduziert, aber immer noch vorhanden und sehr gut fĂŒr einen 6.3 AR C – Gleitschirm. Er gleicht den Besten der C-Klasse in Sachen SteigfĂ€higkeit, auch wenn er oben beladen ist. Er ist definitiv eine sehr schnelle Climbingmaschine in der Thermik. Mit Sicherheit wird auch jeder C-Gleiter steigen, aber sicher nicht so rasch.

Bei schwachen Bedingungen ist der Triple Seven Queen 2 SM bei 99 sehr leistungsfĂ€hig und fĂ€ngt kleine schwache Thermiken. Eigentlich fĂŒhlt sich der Queen 2 in der SM-GrĂ¶ĂŸe groß an, und ein Gewicht von 99 ist nicht wirklich ĂŒberladen. Unter schwachen Bedingungen bei maximaler Belastung fand ich ihn recht effizient im Steigen.

Geschwindigkeit, Trimmung und Top:

Die Trimmgeschwindigkeit ist um ca. 1 km höher als die des Delta 3 SM, und auch um 1 km schneller bei der Höchstgeschwindigkeit, wenn beide voll beladen sind. Außerdem hat der Triple Seven Queen 2 SM bei 99 alles in allem 0,5km/h weniger Trimmgeschwindigkeit als ein Cayenne 5 S (85-105), der bei maximalem Gewicht geflogen wird, und ist oben um ca. 2 km/h schneller als der Cayenne 5 S in der GrĂ¶ĂŸe S. (Beide voll beladen)

Gleiten:

Ich fand heraus, dass der Triple Seven Queen 2 in SM-GrĂ¶ĂŸe seinen besten Gleitwinkel bei Trimmgeschwindigkeit hat, und er gehört momentan zu den besten C’s!
Bei vielen Gleitern in ruhiger und turbulenter Luft mit einigen Gegenwind-Gleitern habe ich herausgefunden, dass der Sigma 10 und der Delta 3 diese sehr leichte Kante haben, besonders bei 4km/h ĂŒber Trimmgeschwindigkeit!

Der Delta 3 SM hat eine etwas geringere Spitzengeschwindigkeit als der Triple Seven Queen 2 SM, aber wenn der Queen 2 SM mit dem Delta 3 SM verglichen wird, ist das Gleiten bei dieser Höchstgeschwindigkeit fast identisch! Die schnelle Trimmgeschwindigkeit und die unmittelbare Steiggeschwindigkeit beim Gleitflug könnten der Queen 2 einen Vorteil verschaffen.

Einfaches Fliegen:

FĂŒr einen 6.3-er SeitenverhĂ€ltnis Gleiter mit diesen Spitzenleistungen habe ich herausgefunden, dass der Triple Seven Queen 2 in rauer Luft einfacher zu bedienen ist, als der Cayenne 5 XS, den ich als Bezugspunkt behalten habe. Das GefĂŒhl unter Queen 2 lĂ€sst sich so beschreiben: solide, komfortabel, homogen, zĂ€he Struktur, absorbiert die Turbulenzen. Es erinnert an das Delta 3 Feeling, aber mit ein wenig Pep. Der Gleiter liegt genau zwischen dem Cayenne 5 XS und dem Delta 3 in der Pilotierung.

Und ich sage, dass ich auch das GefĂŒhl habe, dass der Triple Seven Queen 2 ziemlich viel versteckte Energie in sich trĂ€gt. Es fĂŒhlt sich sehr dynamisch an im Bereich der Wingover, die schnell sehr hoch sein können. Und auch in einigen starken Thermiken erwacht der ruhige Charakter des Gleitschirms leicht zu dem eines schĂ€rferen Gleitschirms, der die Thermik leicht nach vorne bringt, was bei jedem C-Gleitschirm der Spitzenklasse durchaus ĂŒblich ist. Wie dem auch sei, es gibt keinen Pitchback! Und das ist gut so 🙂

Große Ohren haben eine mĂ€ĂŸige StabilitĂ€t, sie flattern meist, schĂŒtteln manchmal ein wenig, öffnen sich aber schnell wieder.

Fazit Triple Seven Queen 2

Die heutigen Gleitschirmdesigns und Fortschritte scheinen sehr anspruchsvoll zu sein. Die Hersteller arbeiten super hart, um die Messlatte etwas höher zu legen!
Ich hatte das GefĂŒhl, dass im XC-Modus die neuen Top 3 C’s sehr nah beieinander liegen können.
Der Triple Seven Queen 2, der im oberen Bereich beladen ist, ist ein relativ moderater C-Gleiter, der in XC-Wettbewerben recht effizient geflogen werden konnte und nahezu jeden Leistungs- und Speedsucher in der C-Klasse zufrieden stellt, vor allem wegen seiner hohen Steig-, Gleit- und Höchstgeschwindigkeit (in seiner Gesamtheit).

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Schirmtest und Freigabe durch Ziad Bassil (www.DustoftheUniverse.com)

Vielen Dank Ziad fĂŒr deine UnterstĂŒtzung!!!

Quelle der Galeriebilder: www.777gliders.com

Danke Ziad & Triple Seven fĂŒrs Ausleihen!!!

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Quelle de Videos: Offizieller 777-Kanal