U-Turn Blacklight 2 Test (tested by Ziad Bassil)

Bereits vor vier Jahren habe ich den U-Turn Blacklight 1 getestet. Seine Stärke war eine hervorragende Steigrate selbst bei sehr schlechten Bedingungen. Das Gleiten war sehr gut, dar Einstieg in die Thermik moderat, und der Blacklight 1 hielt seinen Piloten bei guten Bedingungen mit einer ausgelegten Streckung von 5,8 bei Laune!

U-turn bringt nun Ende 2016 den Blacklight 2 mit einer ausgelegten Streckung von 5,6 und 11 relativ dicken ummantelten Leinen pro Seite heraus. Die oberen Leinen direkt unterhalb der Kappe sind nicht ummantelt. Drei Leinenebenen pro Seite mit dünnen Tragegurten auf dem neuesten Stand der Technik und 3,5 Leiner-Konfiguration.

Er verfügt über eine hübsche Shark-Nose mit halbrunden Öffnungen. Der Gleitschirm hat eine äußerst schöne und robust aussehende Konstruktion!

Ich bin den Schirm in Größe S von 87 bis 90 kg Gesamtgewicht geflogen. Das Startverhalten ist unkompliziert, ohne dass man plötzlich nach vorne oder hinten gezogen wird. Der Schirm hebt sofort ab.

Der Bremsdruck ist moderat bis etwas hart, ähnlich wie der des Eden 6.
Die Manövrierfähigkeit beim Eintauchen in den Thermikkern ist sehr gut. Mit dem U-Turn Blacklight 2 kann man im Kern sehr enge Kurven fliegen. Wenn man behutsam vorgeht, fällt er nicht ab.

Der U-Turn Blacklight 2 hat eine sehr ausgewogene und angenehme Handhabung. Der Blacklight 1 in gleicher Größe hat etwas sanftere Bremsen. Er ist etwas dynamischer im Kurvenflug und bei turbulenten Bedingungen ist der Blacklight 2 wesentlich komfortabler zu handhaben als sein Vorgänger. Ich hatte den Eindruck, dass die Shark-Nose des U-Turn Blacklight 2 sich viel besser durch die Thermik beißt als der BL1. Allerdings hat der Blacklight 2 in Größe S (bei anderen Größen könnte es anders sein) ein leichtes Aufstellen beim Eintritt in die Thermik, doch bewegt er sich schnell wieder vorwärts durch die Luftmassen.

Ich bin den U-Turn Blacklight 2 in turbulenten Konditionen geflogen und würde ihn in Bezug auf seine dynamische Reaktion als mitteleren B einstufen. Er fühlt sich weder wie ein High-B noch wie ein Low-B an. Ich denke, er ist in Bezug auf die Steuerung im Mittelfeld dieser riesigen Kategorie anzusiedeln.

Im direkten Gleitvergleich zu High- und Low-Bs gehört der Blacklight S bei 90 kg ins untere Mittelfeld dieses großen Spektrums. Im oberen Bereich findet man High-Bs wie den Mentor 4, Iota etc.

Die Steigrate des U-Turn Blacklight 2 ist allerdings selbst bei maximaler Beladung exzellent! In Sachen Steigleistung könnte man den Schirm locker im oberen B-Bereich einordnen. Auch im Vergleich zu anderen Gleitschirmen mit guter Steigfähigkeit habe ich immer schnell an Höhe gewonnen.

Die Höchstgeschwindigkeit Größe S bei 90 kg Gesamtgewicht beträgt 9-10 km/h über Trimmgeschwindigkeit, und die liegt bei ca. +39 km/h(!) bei 1   000 ASL – das ist ebenfalls nicht schlecht. Große Ohren sind unkompliziert, effizient und öffnen sich sofort.

Fazit:

Es ist eindeutig, dass U-Turn mit seinem neuen Blacklight eine andere Philosophie verfolgt. Der U-Turn Blacklight 2 ist komfortabler zu fliegen als sein Vorgänger. Die gute Steigrate des BL1 wurde beibehalten. Vermutlich für größere Robustheit wurden dicke, kräftige Leinen anstatt dünnerer, nicht ummantelter verwendet. Die Leistung des U-Turn Blacklight 2 beim Einfliegen in Thermik hat sich gegenüber dem Blacklight 1 leicht verbessert. Ich hoffe, dass U-Turn für B-Fans auch eine wettkampftaugliche Version mit dünneren, nicht ummantelten Leinen herausbringt…

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Schirmtest, Bilder und Freigabe durch Ziad Bassil (www.DustoftheUniverse.com)

Vielen Dank Ziad für deine Unterstützung!!!

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